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Hygiene und Konformität

LMIV-Kennzeichnung 2026: So zeigen Sie die 14 Allergene in der Vitrine fehlerfrei an

LMIV-Verordnung, Pflichtformat und häufige Fehler in Bäckerei und Konditorei. Der vollständige Leitfaden zur Einhaltung ab 2026.

7 Min. Lesezeit
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Was die LMIV-Verordnung 2026 vorschreibt

Die europäische Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV, EU-Verordnung Nr. 1169/2011) verpflichtet zur Verbraucherinformation über die Zusammensetzung von Lebensmitteln. Für handwerkliche Bäckereien gelten zwei zentrale Pflichten:

  1. Die 14 Hauptallergene müssen für jedes Produkt angegeben werden, einschließlich nicht vorverpackter Ware (Thekenverkauf).
  2. Die Verkehrsbezeichnung: „Butterbrötchen", „Buttercroissant" usw. muss korrekt sein (kein „Buttercroissant", wenn Margarine verwendet wird).

Die Verordnung schreibt vor, dass die Allergeninformation ohne Nachfrage zugänglich sein muss: entweder durch einen Aushang bei jedem Produkt oder durch einen deutlichen Verweis auf ein vor Ort verfügbares Dokument.

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Die 14 Allergene: Liste und Bäckerei-Beispiele

AllergenHäufige Beispiele in der Bäckerei
GlutenWeizen-, Roggen-, Gersten-, Dinkelmehl
MilchButter, Sahne, Milchpulver
EierVolleier, Eigelb, Eiweiß
SchalenfrüchteMandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Pistazien
SojaSojalecithin (Schokolade, Margarine)
SesamSesamkörner (Spezialbrote)
ErdnüsseErdnussöl, Praliné
SulfiteKandierte Früchte, Wein (in bestimmten Zubereitungen)
SenfBelegte Brötchen, Quiche, herzhafte Zubereitungen
SellerieHerzhaftes Gebäck, Snacks
FischHerzhafte Zubereitungen
KrebstiereHerzhaftes Gebäck, Snacks
LupinenLupinenmehl (Zusatzstoff)
WeichtiereHerzhaftes Gebäck, Snacks

Gut zu wissen

Auch das Risiko einer Kreuzkontamination muss angegeben werden. Wenn Ihre Backstube Haselnüsse für bestimmte Rezepturen verwendet, können alle Produkte Spuren von Schalenfrüchten enthalten.

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So stellen Sie die Allergene an der Theke dar

Drei Formate sind üblich:

  1. Einzelaushang vor jedem Produkt, mit Allergenen in Fettdruck oder unterstrichen. Das ist das klarste Format für den Kunden.
  2. Übersichtstabelle an der Theke: eine Matrix mit den Produkten in den Zeilen und den 14 Allergenen in den Spalten.
  3. Ordner auf Anfrage mit deutlich sichtbarem Hinweis („Fragen Sie nach unserem Allergendokument"). Von Kontrolleuren weniger geschätzt, aber zulässig.

Das empfohlene Format 2026: die Übersichtstabelle, aktualisiert bei jeder Sortimentsänderung.

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Die 5 häufigsten Fehler

  1. Sojalecithin vergessen, das in Kuvertüre enthalten ist.
  2. Spuren nicht angeben, wenn dieselbe Knetmaschine für Nussbrot und Weißbrot verwendet wird.
  3. Veraltete Information nach einem Lieferantenwechsel (neues Mehl mit Sojaanteil, zum Beispiel).
  4. Falsche Bezeichnungen: „Buttercroissant", wenn ein Teil des Fetts pflanzlich ist.
  5. Versteckte Information: Der Ordner liegt unter dem Tresen und niemand bietet ihn von sich aus an.
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Allergenkennzeichnung automatisieren

Die Schwierigkeit besteht nicht darin, die Kennzeichnung einmal zu erstellen, sondern sie aktuell zu halten. Bei jedem Zutaten- oder Lieferantenwechsel kann sich die Allergenliste ändern.

Die Lösung: eine Software, die jede Rezeptur mit ihren Zutaten verknüpft und die Allergene automatisch anzeigt. Wenn Sie eine Zutat ändern, aktualisiert sich die Kennzeichnung.

Gut zu wissen

LogiBake erstellt automatisch die Allergenübersicht aus Ihren Rezepturen. Ändern Sie eine Zutat, werden die Allergene sofort neu berechnet.

Fazit

Die Allergenkennzeichnung ist keine bürokratische Belastung — sie ist eine Information der öffentlichen Gesundheit. Richtig umgesetzt schützt sie Ihre Kunden und schützt Sie rechtlich. Die eigentliche Schwierigkeit besteht nicht darin, die Kennzeichnung einmal zu erstellen, sondern sie bei jeder Rezept- oder Lieferantenänderung aktuell zu halten.

LogiBake ersetzt nicht Ihr Können.

Es gibt Ihnen die Werkzeuge, um das Beste daraus zu machen.